| Verhandlungen zur Einführung einer "Bachelor"-Karriere im Staats- und Gemeindedienst: Minister Wiseler vertröstet weiter | ||
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AUTEUR : LËTZEBUERGER JOURNAL |
- 30-07-08 19:05 - Il y a: 2 yrs - - Categorie: General News, Articles publiés dans la presse - 1195 fois vu - |
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du 30 juillet 2008 |
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Auch gestern gab es kein Weiterkommen in Sachen Einführung einer "Bachelor"-Karriere bei Staat, Gemeinden und angegliederten Diensten. Ein Treffen zwischen dem "Comité ad hoc pour la création de la carrière du Bachelor au sein de l'Etat, des Communes et des Secteurs Assimilés" und dem zuständigen Minister für den öffentlichen Dienst, Claude Wiseler (CSV) verlief weitgehend ergebnislos. Laut Jean-Marie Spartz von der AGITE habe der zuständige Minister auf eine noch nicht abgeschlossene Studie zum Thema hingewiesen. Diese sei Wiseler zufolge im Gesamtkontext der Laufbahnreform im Staatsdienst zu sehen. Der Minister habe ein erneutes Treffen in der zweiten Hälfte September vorgeschlagen, um noch offene Detailfragen zu klären. Zusammenschluß von neun Organisationen Das "Comité ad hoc" ist ein Zusammenschluß der Vereinigungen AGITE/CGFP (Association Générale des Ingénieurs Techniciens de l'Etat), AITPT/CGFP (Association des Ingénieurs Industriels et Ingénieurs Techniciens de l'Entreprise des Postes et Télécommunications), ANASIG (Association Nationale des Assistantes d'Hygiène sociale, des Assistantes Sociales et des Infirmières graduées), ANLD (Association Nationale des Laborantins Diplômés), APEG (Association professionnelle des éducateurs/trices gradué(e)s), APSES/FGFC (Association des professions socio-éducatives et de la santé), ATC/FGFC (Association des Fonctionnaires et Employés Techniques Communaux), SLEG/CGFP (Syndicat Luxembourgeois des Educateurs Gradués) und den technischen und industriellen Ingenieuren der CFL. Zustande kam das Komitee nach erfolglosen Einzelverhandlungen der Vereinigungen mit den zuständigen Ministern betreffend die "Bachelor"-Karriere. Der Zusammenschluß zähle derzeit etwa 2.900 Mitglieder, wie es heißt. Weiteres Treffen im September Der Bologna-Prozess zur Harmonisierung der Ausbildungen und Diplome in Europa wurde durch das Gesetz vom 6. Oktober 2003 zur Gründung einer Universität in Luxemburg in die Praxis umgesetzt. Damit verschwanden also die "bac+" Einstufungen. Nicht mehr die Dauer der Ausbildung wird berücksichtigt, sondern das Diplom, das nach Abschluß einer gewissen Anzahl an "Krediten" (ECTS) für die Absolvierung der erforderlichen Kurse ausgehändigt wird. So erfordert das "Bachelor"-Diplom 180 ECTS, das "Master", das in den Augen der Regierung die Voraussetzung für den Eintritt in die höhere Laufbahn beim Staat bildet, 300 ECTS. Die mittlere Laufbahn ist bereits ab einem Sekundarschulabschluß zugänglich. Den Berufsorganisationen zufolge fallen auch die Diplomanden mit "bachelor"-Niveau in diese Laufbahnkategorie. Sie sehen ihre Studien derzeit nicht berücksichtigt und fordern ergo die Schaffung einer spezifischen "Bachelor"-Karriere. "Seit 2002 versuchen wir nun bereits Bewegung in das Dossier zu bekommen", sagt Jean-Marie Spartz für den logisch erscheint, dass die Karrieren beim Staat den Änderungen in der Qualifizierungslandschaft angepasst werden müssen. "Bislang können wir den Kandidaten für die mittlere Laufbahn beim Staat nur raten, nach dem Sekundarschulabschluß gleich in den Staatsdienst zu treten", so Spartz. Weiterführende Studien würden ihnen dort sowieso nicht anerkannt. Das "Comité ad hoc" will nun vorerst das Resultat des Treffens im September abwarten. Ob es danach den Druck anderweitig erhöhen will, bleibt bis auf Weiteres offen. |
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